Unsere Geschichte

Geschichte der Gemeinde Heinersdorf

1313 wurde Heinersdorf erstmals als Henricksdorf im Kopialbuch des Klosters Marienwalde in der Neumark erwähnt. Der Name stammt wahrscheinlich von einem Lokator namens Heinrich.

Nach Besitzstreitigkeiten im Grenzgebiet zu Pommern kam Heinersdorf 1472 endgültig zur Mark Brandenburg. Der Heinersdorfer Gutshof wechselt oft seine Besitzer. Die zwei im Ort befindlichen Rittersitze wurden 1624 an die Stadt Schwedt abgetreten.

In der Zeit des Dreißigjährigen Krieges kam es wie in der gesamten Uckermark auch in Heinersdorf zu Brandschatzungen und Plünderungen, selbst die Kirche brannte aus.

Für das Jahr 1740 ist erstmals der Kartoffelanbau in Heinersdorf belegt. Um diese Zeit kommt auch der Tajosanbau in die östliche Uckermark.

1781 wurde das Dorf von einer Ruhrepidemie, 1849 von der Cholera heimgesucht; 1865 brach Typhus aus.

An der 1873 erbauten Bahnlinie Angermünde-Schwedt wurde 1888 an der Straße nach Berkholz das Heinersdorfer Bahnhofsgebäude errichtet. Die Freiwillige Feuerwehr Heinersdorf wurde 1924 gegründet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Großgrundbesitz enteignet und das Land an Neubauern verteilt. 90 Landwirtschaftsbetriebe (darunter 50 Neubauernhöfe) bewirtschafteten eine landwirtschaftliche Nutzfläche von 1.400 Hektar. 1960 war die Kollektivierung der Landwirtschaft mit der Bildung zweier LPGen abgeschlossen. Im Waldgebiet einen Kilometer nordöstlich von Heinersdorf entstand ab 1958 das Erdölverarbeitungswerk Schwedt (die heutige PCK Raffinerie GmbH), 1965 südlich von Heinersdorf das Erdöl-Tanklager der heutigen Mineralölverbundleitung GmbH Schwedt. Während dieser Zeit herrschte am Bahnhof Hochbetrieb, hier wurden vor allem Baumaterialien entladen.

1969 existierten in Heinersdorf ein Konsum-Kaufhaus, ein Kindergarten und eine Kinderkrippe. Im April 1974 wurde die Gemeinde Heinersdorf in den Stadtkreis Schwedt eingegliedert und war bis 1993 einziger Ortsteil Schwedts.

Die Kirche wurde 1982 bis 1987 renoviert und eine Orgel eingebaut. Die Finanzierung übernahmen ausschließlich Heinersdorfer Bürger. Nach den politischen Umwälzungen 1989/1990 wurden das Gemeindehaus und das denkmalgeschützte Pfarrhaus aus dem 18. Jahrhundert rekonstruiert sowie 1998 ein neues Feuerwehrhaus eingeweiht. Das 1794/1795 nach Plänen des Schwedter Landbaumeisters Georg Wilhelm Berlischky erbaute schlossartige Amtshaus wurde im Januar 2004 abgerissen, nachdem es seit 1990 leergestanden hatte.Mehr zur Geschichte Heinersdorfs gibts auf den einzelnen Unterseiten zu dieser Seite.

Geschichte

Geschichte

1200

Dorfgründung

Heinersdorf ist eine Dorfgründung des 13. Jahrhunderts. Bereits in dieser Zeit beginnt der Bau der Feldsteinkirche.
1313

erste urkundliche Erwähnung

erste urkundliche Erwähnung

Der Ort findet die erste urkundliche Erwähnung im Kopialbuch des Klosters Marienwalde/Neumark als “in villa Henricksdorf“.

1354

weitere urkundliche Erwähnung

In der Urkunde vom 15. März wird “Henrichstorph“ u.a. mit “beiden Landin, Pynnow, Murow, Belchow, Berkholt, Stendal (Stendell), und Wendsche Dorpe die der Oder tzutzen und Krywen und ander wendische Dorpe, die tuschen Zzweyt und Stolp leghen“ bei der Zedierung (zedieren = eine/n Forderung, Anspruch abtreten, übertragen) mehrerer Ortschaften der Uckermark durch Markgraf Ludwig den Römer an Herzog Barnim 3. genannt.

1472

endgültig Brandenburger

Heinersdorf wird endgültig brandenburgischer Besitz. Die Brüder Grabow werden mit dem Gutshof belehnt, der später häufig seine Besitzer wechselt.

1536

Die Brüder Stegelitz

Es sind zwei Rittersitze in dieser Gemeinde vorhanden, die beide im Besitz der Brüder Stegelitz sind.

1618

Der 30-jährige Krieg

Der 30-jährige Krieg hinterlässt auch in der Umgegend von Schwedt seine schrecklichen Spuren. Überliefert ist, dass damals auch Heinersdorf fast ganz durch Feuer verwüstet worden ist. Die innere Einrichtung von Turm und Kirche, welche sehr starke, aus Feldsteinen erbaute Mauern besitzen, brennt einmal aus.

1661

Gastwirtschaft

Die erste Gastwirtschaft wird in Heinersdorf nachgewiesen.

1670

Kurfürstin Dorothea

Kurfürstin Dorothea

Heinersdorf geht in den Besitz der Kurfürstin Dorothea, der zweiten Frau des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg über.

1686

kaum noch Einwohner

Der lange Krieg hat auch Heinersdorf sehr stark entvölkert. Noch im Jahre 1686 sind, wie alte Kirchenbücher angeben, „keine Leute copuliert“ (verheiratet, getraut) worden; auch in den folgenden Jahren nur ein und zwei Paare.
Das berichtet der Chronist Ernst Wilke aus Heinersdorf in den „Schwedter Heimatblättern“ von 1929. Heinersdorf hat bereits eine Schule. Lehrer und Küster ist der Schneidermeister Christian Toller.

1702

Georg Mattarnovy

Georg Mattarnovy

Die Heinersdorfer Kirche zeichnet sich besonders durch den kunstvoll geschnitzten Altar aus, welcher von dem Hofbildhauer und Holzschnitzer Georg Mattarnovy in den Jahren 1702 bis 1705 gefertigt wurde. Mattarnowy, der spätere Stadtbaumeister von Sankt Petersburg, genießt hohes Ansehen bei der Herrschaft. So soll der Markgraf von Schwedt anlässlich der Hochzeit Mattarnowys als Trauzeuge aufgetreten sein.

1740

Kartoffelanbau

Erstmals wird der Kartoffelanbau in der Herrschaft Schwedt nachgewiesen. Die Bauern in Heinersdorf ernten 1740 das 12,4-fache der Pflanzmenge. 1751 sogar das 16-fache. In dieser Zeit kommt auch der Tabakanbau in die Region.

1774

Einwohnerzahl steigt

In Heinersdorf leben 268 Einwohner.

1775

Die Förstereien

Das große Waldgebiet um Heinersdorf, verwaltet durch zwei Förstereien, umfasst 20.000 Morgen und geht nach dem Verfall der Markgrafschaft Schwedt bis zum Ende des II. Weltkrieges in den Besitz der Prinzen von Preußen über.

1781

Viele Tode

Viele Heinersdorfer sterben an der Ruhr.

1794

Das Amtshaus

Das Amtshaus

Das Amtshaus Heinersdorf entsteht nach Plänen des Schwedter Landbaumeisters Georg Wilhelm Berlischky. In der Zeit der Markgrafschaft Schwedt – Wildenbruch im 18. Jahrhundert ist Heinersdorf ein Amtsbereich. Vorwiegend betrifft diese Zuordnung den landwirtschaftlichen Bereich. Daher ergibt sich auch die Bezeichnung „Amtshaus“ für den sonst als Gutshaus oder Schloss genannten Bautyp.

1816

Uckermärker

Heinersdorf gehört vor 1816 zur Uckermark/Stolpirischer Kreis; später zum Kreis Angermünde; seit 1974 zur Stadt Schwedt/Oder.

1826

Die Blockwindmühle

In Heinersdorf wird eine Bockwindmühle gebaut, die später durch eine Holländermühle ersetzt wird.

1849

Cholera bricht aus

In den sogenannten „Ottenhäusern“ bricht die Cholera so heftig aus, dass innerhalb von vier Wochen 50 Menschen daran sterben.

1861

Amtsübergabe

Das bisher zum Schwedter Amt gehörende Heinersdorf wird dem Grafen von Redern übereignet.

1865

Thyphusausbruch

In dem außergewöhnlich heißen Sommer des Jahres 1865 herrscht der Thyphus sehr stark und zieht sich bis ins nächste Jahr hin. Nur wenige Familien bleiben verschont.

1870

Erste Schulchronik

Durch Verfügung des Kultusministers wird bestimmt, dass für jede Schule in Preußen eine Schulchronik vom betreffenden Lehrer zu führen sei.

1884

Handzeichnung vom Rittergut

Den Umfang des Redernschen Besitzes zeigt eine sehr gut erhaltene und sich im Stadtarchiv Schwedt befindende „Handzeichnung von dem, dem Grafen von Redern gehörigen Rittergute Heinersdorf nebst bäuerlichen Grund-stücken zu Heinersdorf (entnommen aus der Grundsteuergemarkungskarte Angermünde im Juli 1884 durch den Kataster-Controleur)“. Eingezeichnet sind die Gemarkungen Heinersdorf Vorwerk, Mayenburger Hütungswiesen, Gemeinde Heinersdorf, Heinersdorfer Forst sowie Heinersdorfer Gut. Eben-falls enthält diese Handzeichnung Flächenregister von dem zum Rittergut Heinersdorf sowie zum Gemeindebezirk Heinersdorf gehörigen Parzellen.

1885

Zweite Schankwirtschaft

Es wird eine zweite Gastwirtschaft erwähnt. Sie bestand aus einem Schank-raum, einem Saal, einem kleinen Lebensmittelladen und einem Stall, da die Wirtsleute auch Landwirtschaft betrieben. Hier lieferten die Heinersdorfer auch Ihre Milch ab, die hier gekühlt und dann mit der Bahn nach Berlin geliefert wurde. Im Gebäude befand sich das erste und lange Zeit einzige öffentliche Telefon des Ortes. Die gute Seele der Gastwirtschaft nach 1900 war „Mutter Darge“.

1888

Bahnhofsgebäude

Bahnhofsgebäude

Das Bahnhofsgebäude wird fertiggestellt und bildet einen zusätzlichen Haltepunkt der 1873 erbauten Bahnlinie Angermünde-Schwedt an der bisher nur Pinnow einen Zwischenbahnhof besitzt.

1899

Lehrer Ernst Wilke

Viele Jahre wirkt der Lehrer Ernst Wilke in Heinersdorf einstweilig seit dem 30. Oktober 1899 und endgültig seit dem 1. Dezember 1904. Dass auch er in Heinersdorf eine Chronik geführt haben muss, beweist die Tatsache, dass im Jahre 1929 ein Beitrag von ihm in den „Schwedter Heimatblättern“ veröffentlicht wird mit dem Titel „Aus der Chronik von Heinersdorf bei Schwedt“.

1901

Großfeuer

Großfeuer

Am 15. Mai wütet ein Großfeuer in Heinersdorf. Zunächst brennen zwei Scheunen am Landiner Weg. Durch Funkenflug werden im südlichen Teil des Dorfes 10 Ställe und Scheunen vernichtet.

1914

Sängertreffen

Sängertreffen

Das 1. Bundesfest des Kreissängerbundes Angermünde findet am 14. Juni 1914 in Heinersdorf statt.

1914

1. Weltkrieg

1. Weltkrieg

Der erste Weltkrieg brachte Not und Elend auch für Heinersdorf.

1917

Feuersozietät

Die Gemeinde Heinersdorf schließt für sämtliche Gebäude des Ortes bei der Land-Feuersozietät der Provinz Brandenburg eine Versicherung in Höhe von 25.100 Mark ab.

1920

Kriegerdenkmal

Kriegerdenkmal

Auf Betreiben des Pfarrers wird ein Kriegerdenkmal als erstes im Kreis eingeweiht.

1924

Feuerwehrgründung

Feuerwehrgründung

Am 11. Mai erfolgt die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr in Heinersdorf.

1928

Schulbesuch

Schulbesuch

Es besuchen durchschnittlich 73 Kinder die Schule in Heinersdorf. 60 davon aus der Gemeinde und 13 vom Gut.

1939

Der 2. Weltkrieg (1939-1945)

Der Zweite Weltkrieg hinterließ schlimme Wunden auch in Heinersdorf. Die Last der Wirtschaft und Familien wird besonders von den Frauen getragen. Um sie zu unterstützen, wird ein Erntekindergarten eingerichtet. Frau Gertrud von Redern, letzte Besitzerin des Heinersdorfer Schlosses, bewohnt dieses bis 1945 als Witwensitz. Sie ist eine Verwandte des Grafen Wilhelm von Redern (Haupterbe), der in den 30er Jahren verstarb und in Heinersdorf begraben wurde. Verwaltet wird das Gut Heinersdorf von einem Herrn Schirrmer. Trotz des sozialen Engagements, dass Gertrud von Redern in Heinersdorf zeigt, wird sie nach Kriegsende aus dem Ort vertrieben.

1945

Sprengung

Am 26. April werden die Städte Vierraden und Schwedt sowie die Dörfer Hohenfelde, Gatow, Blumenhagen, Stendell, Heinersdorf, Berkholz und Meyenburg durch die 49. russische Armee befreit.
Im Juli befinden sich auf dem Heinersdorfer Bahnhof in einem abgestellten Waggon 10 Seeminen. Wie diese dort hingelangten, weiß heute niemand mehr. Es wird veranlasst, jede einzelne Mine zu sprengen. Die Bevölkerung des Ortes ist aufgerufen, während der Sprengungen alle Fenster offen zu halten. Kirchenfenster sind aber bekanntlich fest verschlossen, und so gehen diese während der Detonationen zu Bruch.

1945

Großer Zuzug (nach 1945)

Mit der Beendigung des Krieges im Mai 1945 zeichnet sich in Heinersdorf eine neue Entwicklung ab. Nach der Enteignung der Großgrundbesitzerin, Frau von Redern, wird das Gut durch die Bodenreform aufgeteilt. Es siedeln sich immer mehr Menschen aus Pommern, Ostpreußen und anderen Gebieten in Heinersdorf an. So wächst die Einwohnerzahl auf 850. Insgesamt entstehen 50 Neubauernhöfe. Somit sind 90 Landwirtschaftsbetriebe in der Gemeinde vorhanden, die eine landwirtschaftliche Nutzfläche von 1.4OO Hektar bewirtschaften.

1949

Gründung DDR

Die DDR wird gegründet. Um den Bauern bei ihrer schweren Arbeit Unterstützung zu geben, werden 1949 die sogenannte Maschinenausleihstationen (MAS) errichtet. Die ersten Traktoren kamen aus der Sowjetunion. Aus der MAS entwickelte sich die Maschinen-Traktoren-Station (MTS).

In Heinersdorf werden in der Nachkriegszeit mehrere Häuser in Naturbauweise (Lehmstampfverfahren) erbaut. So wird gleichzeitig die Baustoffknappheit überwunden.

1954

1. 800-Jahrfeier

Auf Grund einer fehlerhaften Zuordnung der Ortsgründung durch die Denkmalbehörde feiert Heinersdorf schon einmal sein Jubiläum, damals das 800- jährige Bestehen.

1955

LPG-Gründung

LPG-Gründung

Die LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) Typ III „21. Plenum“ wird gegründet, die die Flächen des örtlichen Landwirtschaftsbetriebes mit übernimmt. In ausreichendem Maße wird die Bestellung der Ländereien durch Maschinen der MTS unterstützt. Die LPG hat 43 Mitglieder und eine landwirtschaftliche Nutzfläche von 367 Hektar.
Der erste Vorsitzende ist Willi Kopp.
Der VEB Betonwerk (Volkseigener Betrieb) und die Tischlerei Schwedt schließen mit der LPG Heinersdorf Patenschaftsverträge ab.

1956

Erntekindergarten

Erntekindergarten

Während der Erntezeit wird in Heinersdorf wieder ein sogenannter „Erntekindergarten“ eingerichtet. Dadurch werden die in der Ernte beschäftigten Eltern entlastet.

1957

Schulleiter

Schulleiter

Schulleiter der Grundschule Heinersdorf ist Harald Borchardt. Auch er setzt während seiner Tätigkeit an der Heinersdorfer Schule die chronistische Arbeit fort.

1958

Der 1. Fernseher

Der 1. Fernseher

Ende November beginnen im waldreichen Gebiet des Heinersdorfer Forstes, 5 Kilometer nordwestlich von Schwedt, die Vermessungs- und Aufschlussarbeiten für das Erdölverarbeitungswerk (EVW). Die LPG Heinersdorf erhält durch den Patenbetrieb einen Fernsehapparat als Geschenk. Dieser wird zur Freude der Heinersdorfer im Kulturraum der LPG aufgestellt.

1959

Die Dorfakademie

Der kleine Bahnhof wird im Zusammenhang mit dem Aufbau des Erdölverarbeitungswerkes zu einem wichtigen Knotenpunkt der Güterabfertigung. Vor allem Baumaterialien werden hier entladen.
Im Beisein des Schriftstellers Erwin Strittmatter wird am 13. Oktober die Dorfakademie der Gemeinde Heinersdorf gegründet. Leiter der Dorfakademie ist Lehrer Harald Borchardt.
Die Einwohner haben die Möglichkeit, Vorträge zu den unterschiedlichsten Themen zu hören, sich beruflich zu qualifizieren bzw. den Facharbeiterbrief als Landwirt zu erlangen.

1960

2. LPG-Gründung

In Heinersdorf existiert eine LPG Typ III mit 188 Mitgliedern und 1.122 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche. Eine LPG Typ I mit 37 Mitgliedern und 105 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche wird gegründet.

1961

Das Handwerk

Im Ort befinden sich ein Schuhmacher, ein Böttcher (Bottichmacher), zwei Bäcker, zwei Gemischtwarenhändler und ein Maurer. Weiterhin gehen der Schmied Wruck, Stellmacher Kunitz, Fleischer Schalow, Gastwirt Sattelberg, Maler Schulz und Müller Stein ihrem Handwerk nach. Die Baubrigade stellt fünf Ferkelställe, einen Kuhstall für 90 Milchkühe sowie ein Wohnhaus fertig.

1964

Einwohnerzahl

Die Einwohnerzahl von Heinersdorf beträgt 770.

1965

Die MVL Teil I

Die MVL Teil I

Die Aufbauleitung der Mineralölverbundleitung (MVL) Heinersdorf (jetzt Schwedt) wird gegründet.

1966

Die MVL Teil II

Umbenennung zum VEB Mineralölverbundleitung (MVL) Schwedt.

1967

Der neue Konsum

Am 1. April öffnet das neue Konsum-Kaufhaus in Heinersdorf. Verkaufsstellenleiter der modernsten Einkaufsstätte aller Gemeinden des Kreises Angermünde ist Siegfried Sattelberg.

1969

Kindergarten & Kinderkrippe

Am 1. April wird in Heinersdorf die Kinderkrippe eröffnet. Der Kindergarten öffnet am 5. Mai in seinem neuen Domizil.

1970

Kindergarten

Kindergarten

Ca. 35 Kinder besuchen den Kindergarten.

1972

Ende Schulbetrieb

Der Schulbetrieb in Heinersdorf endet. Die Kinder besuchen die Schulen in Schwedt.

1973

Gründung „Traktor Heinersdorf“

Die im Jahre 1960 gegründete LPG Typ I schließt sich der LPG Typ III an. Der Bereich Pflanzenproduktion der LPG Heinersdorf wird Mitglied der KAP Criewen (Kooperative Agrargemeinschaft Pflanzenproduktion). Der Fußballverein „Traktor Heinersdorf“, heute „Heinersdorfer Sportverein e.V.“, wird gegründet.

1974

Eingemeindung nach Schwedt

Im April wird die Gemeinde Heinersdorf in den Stadtkreis Schwedt als Ortsteil eingegliedert. Zur Eingemeindung des Ortes beträgt die Einwohnerzahl 620.
Die 36 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Schwedt-Ortsteil Heinersdorf feiern am 21. September ihr 50-jähriges Jubiläum.

1976

Beginn Meliorationsarbeiten

In Heinersdorf beginnen die meliorationstechnischen Umgestaltungsarbeiten der Gräben und des Dorfteiches. 12 bronzezeitliche Hügelgräber werden in der Gemarkung Heinersdorf nahe dem Pecksee entdeckt.

1977

Neue Straßennamen

Heinersdorf erhält neue Straßennamen. Aus der „Dorfstraße“ werden die „Lange Straße“, die „Landiner Straße“, „Am Graben“, „Passower Straße“, „Schwedter Straße“ und der „Gartenweg“.
In diesem Jahr werden der Altar der Heinersdorfer Kirche in die Bezirksdenkmalliste und das von Berlischky im barocken Stil erbaute Amtshaus in die Kreisdenkmalsliste aufgenommen.

1982

Kirchenrenovierung

Die Kirche wird renoviert.

1987

Orgel wird restauriert

Die Orgel wird restauriert. Die Kirchenrenovierung sowie die Restaurierung der Orgel werden ausschließlich durch Spenden von Heinersdorfer Bürgern finanziert.

1990

Irmgard Schulz-Oqueka

Am 6. Mai finden erste freie Wahlen statt. Frau Irmgard Schulz-Oqueka wird ehrenamtliche Ortsbürgermeisterin, was sie bis 2012 bleibt.

1990

Die DM kommt

Zum 01.07.1990 erfolgt die Einführung der „DM“.
Umtausch:
– Kinder 2.000,- im Verhältnis 1:1
– Erwachsene 4.000,- im Verhältnis 1:1
– Rentner 6.000,- im Verhältnis 1:1
– restliche Summe im Verhältnis 2:1

1993

Das Gemeindehaus & Amtshaus

Das Gemeindehaus in Heinersdorf, welches früher auch als Schule diente, wird rekonstruiert. Es finden Veranstaltungen wie Seniorenbegegnungen, Schulungen usw. statt. Arztsprechstunden sowie Sprechstunden der Stadtverwaltung werden hier abgehalten. Der Jugendclub findet hier sein neues Domizil. Am 26. Mai wird das spätbarocke ehemalige Amtshaus (Schloss) interessierten Investoren zum Verkauf angeboten (Zeitungsanzeige). Der Bauzustand des Amtshauses ist derweil so schlecht, dass eine komplexe Grundsanierung vom Keller bis zum Dach erforderlich ist. Am 14. Dezember wird das Heinersdorfer Amtshaus unter bestimmten Auflagen an eine Privatperson verkauft. Wenig später erfolgt die Rücknahme des Objektes seitens der Stadt Schwedt/ Oder. Alles deutet daraufhin, dass das 1794/95 von Berlischky erbaute Amtshaus dem Abriss geweiht ist, der Abriss erfolgt dann im Jahre 2004.

1994

Das Pfarrhaus

Das denkmalgeschützte Pfarrhaus aus dem 18. Jahrhundert wird rekonstruiert.

1994

Straßenbau beginnt

Im November beginnen in Heinersdorf die Straßenbauarbeiten. Die gesamte Bauphase erstreckt sich über 4 Bauabschnitte:
1. Regenentwässerung ( 1994)
2. Die gepflasterte Lange Straße ( 1995)
3. Die L2/O10 Teerstraße (1996)
4. Die Straße bis Waldrand, Nebenstraßen
5. Straßenbeleuchtung (1997/ 98)

1998

Ende der Kindertagesstätte

    Im Juli endet die Nutzung der Kindertagesstätte in Heinersdorf.

    1998

    Neues Feuerwehrgerätehaus

    Im April beginnen die Bauarbeiten für das neue Feuerwehrgerätehaus. Am 30. Juni ist die Grundsteinlegung. Am 12. Dezember findet die feierliche Übergabe des neuen Feuerwehr-gerätehauses im Schwedter Ortsteil Heinersdorf statt.

    1999

    Die Windkrafträder kommen

    Die ersten Windkrafträder werden errichtet. Gegenwärtig befinden sich 16 Windkraftanlagen im Ortsbereich.

    1999

    Dorfteilung

    Dorfteilung

    Die Umgehungsstraße für Schwedt (B2n) wird gebaut und verläuft durch unser Dorf.

    2012

    Neugestaltung Gutshof

    Der Gutshof wird neu gestaltet.

    2012

    Spielplatz

    Der Spielplatz hinter dem Gemeindehaus wird aufwendig rekonstruiert.

    2013

    Heinersdorf wächst

    Heinersdorf wächst.Viele Neubauten entstehen. Zur Zeit hat Heinersdorf 648 Einwohner.

    2013

    Holzbackofen

    Auf dem neugestalteten Gutshof wird ein Holzbackofen gebaut.

    2014

    2014 ff

    Mit dem vorliegendem Auszug der Geschichte aus der Heinersdorfer Kurzchronik, die anlässlich der 700-Jahrfeier im Jahr 2013 entstand, wurde Euch die Möglichkeit gegeben, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Eine Fülle von Zahlen und Fakten belegten die wechselvolle Geschichte Heinersdorfs.

    Für die Zukunft haben wir uns vorgenommen, auch die Jahre ab 2014 zu füllen. Sofern Ihr hierfür Anregungen oder Ideen habt, dann teilt uns dies gerne mit.

    Heinersdorfer Impressionen damals und heute

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